Winter am Schneeberg
Ein Berg kann mehr sein als nur eine Landschaft – für manche ist er Heimat, Orientierungspunkt und tiefer Bezugspunkt zugleich. Die neue Pammer Film-Dokumentation "Winter am Schneeberg" folgt Menschen durch die kalte Jahreszeit und erzählt von ihrem Alltag zwischen Tradition, Verantwortung und Natur.
Landleben: Winter am Schneeberg
An klaren Wintertagen ist er weit über die Grenzen Niederösterreichs hinaus sichtbar: der Schneeberg. Als höchster Berg der Ostalpen im Osten Österreichs ist er Orientierungspunkt, Sehnsuchtsort und Identitätsanker zugleich. Die Dokumentation "Wintertage am Schneeberg" erzählt vom Leben im Schatten dieses Berges – von Menschen, die hier arbeiten, bewahren, weitergeben und bleiben.
"Der Schneeberg ist so ein Ankerpunkt, er ist der Identitätsgeber", sagt Friedrich Bleier. Für viele ist der Berg weit mehr als eine Landschaft – er ist Heimat. Wer nach längerer Zeit zurückkehrt und ihn wieder sieht, weiß: "Erst dann ist man wieder daheim", beschreibt Michael Arnold dieses Gefühl.Der Film begleitet Familienbetriebe, Bergbauern, Forstwirte, Bergretter, Handwerker und Kulturschaffende durch die kalte Jahreszeit. Er zeigt, wie Tradition und Zukunft am Schneeberg keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig bedingen. Am Postlhof etwa wächst bereits die nächste Generation in die Verantwortung hinein. Hier wird Landwirtschaft nicht romantisiert, sondern als tägliche, oft harte Arbeit gezeigt – getragen vom Miteinander. "Allein würd man’s sicher nicht packen", sagt Michael Arnold. "Es geht nur miteinander."Ein weiteres Kapitel widmet sich der beinahe 400 Jahre alten, wasserbetriebenen Schneeberger Säge – heute ein Museum, das dennoch funktioniert. Michael Jagersperger hält sie gemeinsam mit Freunden instand, aus Überzeugung: "Dass unsere Enkel einmal sehen, wie die Großväter das Tagwerk verdient haben."Auch der Winter am Berg selbst steht im Mittelpunkt. Für Bergretter wie Karl Tisch und Gerhard Kirschner ist er gleichermaßen Rückzugsort wie Herausforderung. "Unten ist es schön – und da heroben ist ein ganz anderes Wetter", warnt Kirschner. Der Schneeberg werde oft unterschätzt. Und doch zieht er an. "Er zieht einen immer rauf", sagt Kirschner. "Da oben lässt man die Seele baumeln."Zwischen eisigen Temperaturen, gefrorenen Seen und leuchtenden Sonnenuntergängen entfaltet der Film ein ruhiges, eindringliches Porträt einer Region, die sich nicht neu erfinden muss, um zeitgemäß zu sein. Hier wird bewahrt, was trägt – vom nachhaltigen Umgang mit Wald und Wasser bis zur Pflege alter Volkslieder. "Früher haben die Leute gesungen, weil sie Freude gehabt haben", sagt Hannes Ebner. "Um des Singens willen."
"Wintertage am Schneeberg" ist eine Hommage an eine Landschaft und an jene Menschen, die sie mit Leben füllen – leise, beständig und tief verwurzelt.
Landleben im Feistritztal Landleben im Feistritztal
Eingebettet in die sanften Hügel und idyllischen Täler der Oststeiermark liegt das Feistritztal – eine Region voller gelebter Tradition, beeindruckender Landschaften und einzigartiger Menschen. Die Landleben-Produktion nimmt die Zuschauer mit auf eine stimmungsvolle Reise durch dieses besondere Fleckchen Österreichs und erzählt Geschichten von leidenschaftlichem Handwerk, lebendigem Brauchtum und der tiefen Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat. Der Lammbauer Michael Schweighöfer gibt Einblicke in seine Landwirtschaft und zeigt, wie regionale Produkte mit viel Hingabe entstehen. Der Singverein Anger vereint Generationen durch die Kraft der Musik und hält das steirische Liedgut lebendig. Mit der Feistritztalbahn geht es auf eine nostalgische Fahrt durch die reizvolle Landschaft, während die Koglhofer Plattlermädels mit schwungvollen Darbietungen die alpenländische Tanztradition hochhalten. Wirt Peter Almer öffnet die Türen seines historischen Rauchstubenhauses und gewährt einen Blick in die bäuerliche Wohnkultur vergangener Jahrhunderte. Und schließlich sorgt die Franzlgruber Tanzlmusi für die musikalische Untermalung, die das Feistritztal mit seinen unverwechselbaren Klängen zum Klingen bringt.