Fred Sinowatz - Der unterschätze Kanzler
Die politische Laufbahn von Fred Sinowatz: Vom burgenländischen SP-Funktionär bis zum Bundeskanzler der Republik
Tief mit dem Burgenland verwurzelt und dort schon politisch aktiv, wechselt der SPÖ-Politiker Alfred Sinowatz (1929-2008) in den 1970er Jahren in den Nationalrat. Nach zwölf Jahren als Abgeordneter und Bundesminister für Unterricht und Kunst wird er 1983 zum Bundeskanzler ernannt. Er beerbt Bruno Kreisky, dem er zuvor schon als Vizekanzler zur Seite stand und leitet die SPÖ fünf Jahre lang als Bundesparteivorsitzender.
Seine Tätigkeit als Unterrichtsminister ist von zahlreichen schulpolitischen Reformen geprägt. Mit dem Ziel, das Bildungsgefälle zwischen Stadt und Land zu verringern, führt er unter anderem die gratis Schulbücher, die Schülerfreifahrt und die Schul- und Heimbeihilfe ein. Seine Kanzlerzeit war auch geprägt von der Besetzung der Hainburger Au, die 1984 mit dem von ihm initiierten Weihnachtsfrieden endet.
Seine Karriere als Bundeskanzler beendete der Burgenland-Kroate mit dem Rücktritt nach der Wahl Kurt Waldheims zum Präsidenten und der Waldheim-Affäre.
Die von Regisseur Peter Grundei gestaltete ORF III-Dokumentation zeigt die Höhepunkte der politischen Laufbahn von Fred Sinowatz vom einfachen burgenländischen SP-Funktionär der 1950er Jahre bis zum Bundeskanzler der Republik der 1980er Jahre.
In Interviews kommen neben Politikerkollegen wie Karl Blecha, Erhard Busek, Norbert Steger, Andreas Kohl und Altkanzler Franz Vranitzky, auch seine beiden Büroleiter Hans "Puschi" Pusch und Gerhard Zeiler zu Wort. Aus familiärem Blickwinkel ergänzen die Erinnerungen seines Sohnes Dr. Peter Sinowatz das TV-Porträt.


